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Elektroinstallation

Zählerschrank erneuern – vom Meisterbetrieb.

Zähleranlagen, Hauptverteilungen und Unterverteilungen nach den technischen Anschlussbedingungen Ihres Netzbetreibers, mit Reserve für PV und Wallbox.

Zähleranlagen und Stromverteilungen sind die zentrale Schnittstelle zwischen öffentlichem Netz und Ihrer Hausinstallation. Sie entscheiden, wie viele Stromkreise Sie unabhängig schalten und absichern können, wie hoch der maximale Anschlussstrom ist und ob Sie später problemlos eine PV-Anlage oder Wallbox nachrüsten können. Wir errichten Zähleranlagen und Verteilungen nach den technischen Anschlussbedingungen (TAB) Ihres Netzbetreibers und sind in den Installateurverzeichnissen der relevanten Verteilnetzbetreiber in Sinzheim, Baden-Baden, Rastatt und Karlsruhe eingetragen. Typische Anlässe: Sie möchten den Zählerschrank erneuern, eine Unterverteilung nachrüsten oder den Zählerplatz für Wärmepumpe, Wallbox oder PV-Anlage erweitern.

Zähleranlage – Neubau und Erneuerung.

Im Neubau errichten wir die Zähleranlage nach den geltenden TAB Ihres Netzbetreibers (in Mittelbaden meist Netze BW, in Karlsruhe die Stadtwerke Karlsruhe). Die Anmeldung der Anlage übernehmen wir über das Installateurverzeichnis, ebenso die technische Anschlussanfrage (TAA) und die Fertigstellungsmeldung. Bei Sanierung der Zähleranlage – häufig bei Einbau einer PV-Anlage oder Erhöhung der Anschlussleistung notwendig – tauschen wir nach Vorgabe des Netzbetreibers gegen einen aktuellen Zählerplatz mit moderner Messeinrichtung (mME) oder intelligentem Messsystem (iMSys). Dabei achten wir auf Reserveplatz für weitere Zähler – etwa für Wallbox-Direktverbrauchszähler oder PV-Einspeisung.

Unterverteilungen – dimensioniert auf Ihren tatsächlichen Bedarf.

Unterverteilungen dimensionieren wir auf den tatsächlichen Stromkreis-Bedarf plus mindestens 20 Prozent Reserve pro Verteilerfeld. Eine überfüllte Verteilung ist eine der häufigsten Sanierungsursachen – wenn Wallbox, Wärmepumpe oder PV-Anlage nicht mehr unterzubringen sind, weil alle Plätze belegt sind, wird ein Komplett-Tausch teurer als die ursprüngliche Dimensionierung. Standard sind: separater FI-Schutz pro Endstromkreis-Gruppe, Überspannungsschutz in den drei Schutzpegeln (Typ 1 für Blitzschutz, Typ 2 für Netz-Überspannungen, Typ 3 für empfindliche Endgeräte), getrennte Stromkreise für Hauswirtschaft, Küche, Bad, Außenbereiche und Schlafzimmer.

Schutzeinrichtungen – Personenschutz und Anlagenschutz.

Personenschutz erfolgt über FI-Schutzschalter (RCD) mit 30 mA Auslösestrom. In Neubauten verbauen wir generell allstromsensitive RCDs (Typ B), wo Wallbox oder Photovoltaik-Wechselrichter angeschlossen werden – andere Typen können DC-Fehlerströme nicht erkennen. Anlagenschutz erfolgt durch Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) mit der zur jeweiligen Leitung passenden Auslösecharakteristik. Prüfungen aller Schutzeinrichtungen sind Bestandteil der Inbetriebnahme nach VDE 0100-600 sowie der regelmäßigen Wiederholungsprüfung nach DGUV V3.

Modernisierung und Erweiterung.

Bei älteren Anlagen – etwa Verteilern mit Schmelzsicherungen, fehlendem FI-Schutz oder unzureichender Anschlussleistung – sanieren wir entweder komplett oder durch eine zweite Unterverteilung. Letzteres ist bei größeren Erweiterungen (PV-Speicher, Wallbox-Cluster, mehrere Wärmepumpen) oft die wirtschaftlichste Lösung. Vor der Maßnahme klären wir mit dem Netzbetreiber, ob eine Erhöhung der Anschlussleistung erforderlich und wirtschaftlich ist – das ist nicht in jedem Fall nötig. Mehr dazu im Rahmen einer kompletten Modernisierung oder einer gezielten Erweiterung.

Häufige Fragen zu Zählern und Verteilungen.

Muss meine Zähleranlage erneuert werden, wenn ich PV installiere?

In den meisten Fällen ja. Ältere Zähleranlagen ohne Platz für Einspeisezähler oder ohne moderne Messeinrichtung (mME) müssen ergänzt oder ausgetauscht werden. Wir prüfen das vor dem PV-Angebot und kalkulieren die Kosten transparent mit ein.

Wie viel Reserve sollte eine Unterverteilung haben?

Mindestens 20 Prozent freie Plätze, besser 30 Prozent. Das deckt typische Erweiterungen wie Wallbox, Wärmepumpe und zusätzliche Außenstromkreise ab. Eine voll bestückte Verteilung ohne Reserve macht jede spätere Erweiterung teurer.

Was ist ein RCD Typ B und wann brauche ich ihn?

Ein allstromsensitiver FI-Schutzschalter (Typ B) erkennt sowohl AC- als auch DC-Fehlerströme. Bei Wallboxen und PV-Wechselrichtern ist er Pflicht (sofern die Geräte nicht intern bereits einen RCD-DD vorhalten). Bei normalen Steckdosenstromkreisen reicht ein RCD Typ A.

Wie lange dauert der Tausch einer Zähleranlage?

Reiner Tausch des Zählerplatzes meist 4-8 Stunden inkl. Anmeldung und Plombierung durch den Netzbetreiber. Bei Komplettsanierung der Verteilung kommen 1-2 Tage hinzu. Wir koordinieren den Termin mit Ihrem Netzbetreiber, damit die Versorgungsunterbrechung minimal bleibt.

Wer ist für die Anmeldung beim Netzbetreiber zuständig?

Wir. Als eingetragener Installationsbetrieb melden wir die Anlage über das Installateurverzeichnis an, reichen die technische Anschlussanfrage ein und stellen die Inbetriebnahmebescheinigung aus. Sie müssen sich um nichts kümmern.